Von Figma zu funktionalen Prototypen
Seit ein Entwickler in unserem Team Claude Code vorstellte, hat sich meine Arbeitsweise fundamental verändert.
Figma-Prototypen, die eben nur in Figma abbildbar sind, ersetze ich durch funktionale HTML/CSS/JS-Umgebungen. Aus Designs, Screenshots oder Bleistift-Skizzen entstehen mit KI-Unterstützung interaktive Hi-Fi-Prototypen – testbar, teilbar, schnell umzusetzen und ultra-flexibel. Das erweitert meine Rolle zunehmend in Richtung UX Engineering.
Für eine Multi-Brand-Anwendung entwickelte ich ein Prototyping-System, das Theming und Internationalisierung über JSON-Strukturen steuerte. Sämtliche Farbwerte, Textbausteine und Lokalisierungen waren parametrisiert – Entwickler konnten diese Architektur direkt in produktionsreife React-Komponenten überführen und sparten Tage an Arbeit ein.
Weniger Aufwand, mehr Output
Durch Kombination verschiedener KI-Modelle und CLI-Tools automatisiere ich zum Beispiel große Teile der Wettbewerbsanalyse. Ich pflege projektbezogene Wissensdatenbanken: Research-Dokumente, Screenshots, Meeting-Protokolle, Analysen – alles strukturiert durchsuchbar.
Die Zeitersparnis ist konkret: Für komplexe Systeme hunderte Systembenachrichtigungen, Fehlermeldungen etc. zu schreiben, erforderte bisher Tage. Heute liegt der Aufwand bei wenigen Stunden, inklusive mehrsprachiger Varianten.
Freiraum für Wesentliches
Ideengenerierung, Kommunikation und Umsetzung haben sich dramatisch beschleunigt. Die gewonnenen Kapazitäten fließen in Strategie, Detailarbeit und evidenzbasierte Entscheidungen. Design-Qualität profitiert von diesem Shift und zwar nicht trotz, sondern wegen der technologischen Unterstützung.
Langjährige Erfahrung, gutes Handwerk und methodische Grundlagen ermöglichen es mir, diese Entwicklung aktiv zu gestalten.
Die Frage lautet nicht mehr: "Wie baue ich das?" sondern "Was wollen wir bauen – und warum?"